Zoll im Einsatz

Der Zoll kontrolliert verdächtige Fahrzeuge auch auf Autobahnen und Bundesstraßen - u.a. mithilfe einer mobilen Röntgenanlage.
Foto: Hauptzollamt Krefeld

Infos für Unternehmer

Produkt- und Markenpiraterie und die oftmals vorausgehende Wirtschaftsspionage haben sich zu einer der gravierendsten Formen von Wirtschaftskriminalität entwickelt. Allein 2013 haben die EU-Zollbehörden knapp 36 Millionen rechtsverletzende Produkte im Wert von 760 Millionen Euro an den EU-Außengrenzen beschlagnahmt. Rund 79% der festgehaltenen Waren kamen aus China und Hongkong. Zu den Top Ten der Herkunftsländer gehören aber auch die Vereinigten Arabischen Emirate sowie die Türkei und zahlreiche osteuropäische Länder.

 

Die in den letzten Jahren zu Plagiarius-Wettbewerben eingereichten Plagiatsfälle zeigen, dass auch innereuropäisch und innerdeutsch sehr viel nachgeahmt wird. Das untermauert auch eine aktuelle Studie vom VDMA nach der ca. 25% aller Plagiate im Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland stammen.

 

Hinzu kommt, dass unseriöse Anbieter zunehmend das Internet für den Vertrieb von Plagiaten und Fälschungen nutzen. Teils täuschen sie leichtgläubige Konsumenten mit vermeintlichen Marken-Websites und Originalproduktfotos, teils verstecken sie sich in der Anonymität einschlägiger Online-Verkaufsplattformen, die für Fälschungen bekannt sind.

 

Für eine bestmögliche Abwehr von Produkt- und Markenpiraterie sollten Unternehmen sich sowohl juristisch als auch organisatorisch und technisch gegen den Diebstahl ihrer Daten und ihres Know-hows absichern. Dabei sollten aktiv alle zur Verfügung stehenden Instrumentarien genutzt und die Zusammenarbeit mit Fachexperten gesucht werden.

Wir haben für Sie ausführliche Informationen zu gewerblichen Schutzrechten zuammengestellt.

Zoll als strategischer Partner der Industrie

Jahr für Jahr zeigen die Zollstatistiken, dass eine Vielzahl von Plagiaten, Fälschungen und Raubkopien aus Drittländern, allen voran China und Hong Kong, in die EU eingeführt werden. Damit diese rechtsverletzenden Waren hier vor Ort gar nicht erst in den Geschäftsverkehr gelangen, führt der Zoll bei der Einfuhr stichprobenartig Kontrollen durch. Basis für ein Tätigwerden der Zollbehörde gegen rechtsverletzende Produkte sind zum einen bestehende Schutzrechte und zum anderen ein vom Rechteinhaber eingereichter Antrag auf Tätigwerden. Je enger die Industrie mit den Zollbehördern zusammenarbeit und je mehr Informationen zur Verfügung gestellt werden, umso besser kann der Zoll für die betroffenen Unternehmen agieren und gezielt Nachahmungen aufspüren und aus dem Verkehr ziehen.

 

Ausführliche Infos zur Grenzbeschlagnahme finden Sie hier.

Technische Prävention gegen Produktpiraterie und Know-how-Diebstahl

Bereits im Produktentwicklungsprozess können Unternehmen verschiedene technische Barrieren einbauen, um die Risiken von Produktpiraterie und Know-how-Diebstahl zu minimieren. Ausführliche Infos erhalten Sie hier:

 

VDMA - Arbeitsgemeinschaft Produkt- und Know-how-Schutz

it's owl - Technologie-Netzwerk OstWestfalenLippe

Hier haben wir für Sie eine Übersicht über wichtige Ämter, Organisationen und Lösungsanbieter zusammengestellt

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IHK - Schwerpunktkammern

Auch Ihre jeweilige Industrie- und Handelskammer vor Ort steht Ihnen als Unternehmen bei allgemeinen Wirtschaftsfragen und beim Auf- und Ausbau internationaler Geschäfte beratend zur Seite. Hier eine Übersicht über alle 80 bundesweiten IHKs.

 

Bundesweit gibt es 3 Schwerpunktkammern "China":
IHK Frankfurt am Main / Darmstadt
IHK zu Köln
IHK Pfalz in Ludwigshafen


Darüber hinaus finden Sie Unterstützung bei der Außenhandelskammer Greater China oder aber beim China IPR Helpdesk der EU, welches speziell zur Unterstützung von KMU entwickelt wurde.


Alle Länder-Schwerpunktkammern (alphabetisch nach Land sortiert) finden Sie hier.